Projektbeschreibung

Die Sporthalle liegt unmittelbar zwischen der Waltersdorfer Chaussee und dem öffentlichen Fuß- und Radweg durch die neue Gartenstadt Rudow – fließender Verkehr auf der einen Seite und Fußgänger auf der anderen Seite.

Das hieraus abgeleitete Thema sich gegenüberstehender Gegensätze prägt den gesamten Bau – in formaler und in funktionaler Hinsicht.

Die  Sporthalle ist streng funktional. Jedes Bauteil ist notwendige Konstruktion, rohe unbehandelte Materialien bestimmen das Erscheinungsbild.

Die Halle ist Teil der sie umgebenden Stadt- und Sportlandschaft. Wege und Grünflächen werden zu einer Folge von Rampen und Sportfeldern, die sich übergangslos aus der Umgebung entwickeln.

Das Umfahren einiger dieser Sportfelder mit einer leichten Aluminiumhaut läßt die Halle entstehen, notwendige Nebenräume siedeln sich unter angrenzenden Rampen an.

Die Halle ist gleichzeitig Teil der Landschaft und Ausdruck der Aktivitäten die sie anzieht.

ATHMOSPHÄRE

Die Identität dieser Halle entsteht im Spannungsfeld der Gegensätze, die sie zusammenbindet:

Im funktionalen Bereich

  • das Nebeneinander von ungeordneten Aktivitäten – Skatebording, Biking, Streetball etc. – und geregeltem Vereinssport,

im atmosphärischen Bereich

  • das Gegenüber von beiläufigen, individuellen, aber gezielten, Einblicken unbeteiligter Fußgänger und der Stimmung auf der Zuschauertribüne,

im gestalterischen Bereich

  • der Gegensatz zwischen Fläche und Volumen, zwischen monolithischem, rauhem Beton und präzis gefalteter, walzblanker Aluminiumhaut.

1. Preis
Offener Wettbewerb

Projektdaten

Planungsbeginn: 1998
Baubeginn: 1999
Fertigstellung: 2000

BGF: 2.110 m²
BRI: 14.500 m³

Baukosten: 3,927 Mio. €
KG 200-700

Objektplanung LP 2-5
Generalplanung LP 2-9

Konzeptskizze
Grundriss Tribüne
Grundriss Sockel

Foto © Hans-Christoph Brinkschmidt, Ortwin Heipe, Hans Jooster